
Bußgeldstrafe für Porsche im Diesel-Skandal
22. Mai 2019Nach Volkswagen und Audi holt der Diesel-Skandal nun auch Porsche ein. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart verhängt gegen das Tochterunternehmen von VW eine Bußgeldstrafe in Höhe von 535 Millionen Euro. Die Hintergründe dazu erfährst du in diesem Artikel.
Wurde auch bei Porsche im Diesel-Skandal geschummelt?
Seit dem Sommer 2017 ist bekannt, dass auch in einigen Diesel-Fahrzeugen des Sportwagenherstellers eine nicht erlaubte Abschalttechnik für die Abgasreinigung verbaut worden ist. Nun folgt die erste Bußgeldstrafe. Eine halbe Milliarde Euro hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart verhängt. Der Grund: Porsche habe unter anderem seine Aufsichtsverpflichtungen in der Entwicklungsarbeit fahrlässig verletzt. In der Folge entsprach der Ausstoß von Stickoxiden bei Dieselfahrzeugen nicht den regulatorischen Anforderungen. Betroffen seien Porsche-Fahrzeuge mit den von Audi ausgestatteten V6- und V8-Dieselmotoren.
Bereits im Sommer vergangen Jahres hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Bußgeld gegen den Mutterkonzern VW in Höhe von einer Milliarde Euro verhängt. Einige Monate später im Herbst folgte dann ein Bußgeld gegen Audi in Höhe von 800 Millionen Euro.
Die Höhe des Bußgeldes setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Das als Ordnungswidrigkeit eingestufte Vergehen wird mit vier Millionen Euro geahndet. Die restlichen 531 Millionen Euro muss Porsche für die aus dem pflichtwidrigen Verhalten entstandenen wirtschaftlichen Vorteile zahlen. Die Justiz berücksichtigte bei der Berechnung dieser Summe die Gewinne aus dem Verkauf der betroffenen Fahrzeuge und zog davon die Kosten ab, die für die Umrüstung der Fahrzeuge angefallen sind.
Ermittlungen im Diesel-Skandal gehen weiter
Gegen den Bußgeldbescheid werden keine Rechtsmittel eingelegt, teilte die Porsche AG mit. Das Verfahren ist damit beendet. Abgeschlossen ist der Diesel-Skandal für Porsche allerdings noch nicht. Neben den Ermittlungen gegen das Unternehmen, die mit dem Bescheid vorerst abgeschlossen sind, ermittelt die Justiz auch gegen drei Mitarbeiter von Porsche, die mit dem Diesel-Skandal in Verbindung stehen. Darunter sind sowohl der amtierende Entwicklungsvorstand Michael Steiner, als auch der frühere Motorenchef, der zeitweise sogar in Untersuchungshaft war.
Gute Neuigkeiten für betrogene Dieselfahrer im Diesel-Skandal
Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass auch zivilrechtliche Ansprüche von dem Bußgeldbescheid nicht berührt werden. Konkret geht es dabei um Ansprüche einiger Kunden, die eine Entschädigung verlangen oder ihr Dieselfahrzeug zurückgeben möchten.
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